21.04.2009: Von
INVAFIT21-Team in
Dresden. Sportart:
Schwimmen. Views: 7667

Dresden / Leipzig
Ein neues Konzept im Behindertensport ist seit über zwei Jahren im Begriff, von Sachsen aus Europa zu erobern: Mit dem Projekt "INVAFIT21" und dem dazu gehörenden spezialisierten Behindertensport-Verein "INVAFIT21 Club e. V." hat sich ein Team aus derzeit 30 Personen das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Jugend-Amputiertensport nach USA-Vorbild als selbständige Komponente in ganz Europa zu etablieren. Zielgruppe sind über 15.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland mit Amputationen oder angeborenen Fehlbildungen der Extremitäten (Dysmelie) im Alter von fünf bis fünfundzwanzig Jahren, sowie ca. 140.000 Betroffene in ganz Europa (Quelle: Webseite der Organisation). Neben sportlichen Aktivitäten, wie Schwimmen, Fitness, Turnen, Gymnastik, Sitzball, Aqua-Fitness, Leichtathletik und anderen (alle in adaptierter Form) bietet das Team, zu dem auch aktive Sportler und Teilnehmer der Paralympics in Athen und Peking, sowie zahlreicher Welt- und Europameisterschaften ( wie z. B. Christiane Reppe, Stefanie Weinberg und Tereza Diepoldová ) gehören, auch Camps, Workshops, Begegnungen, Reisen und Treffen an. Anlässlich der Paralympics Peking 2008 entwickelt und in Dresden ansässig, hat das Projekt unerwartet hohe Resonanz gefunden, und wurde aus diesem Grund bis zu den Paralympics 2012 in London erweitert, sowie nach mehreren Kontaktanbahnungen in Ausland letztlich gesamteuropäisch orientiert. Das Projekt wird vom Leipziger Büro aus koordiniert, und einigen Veranstaltungen ausserhalb Deutschlands sollen weitere in anderen Ländern folgen. Hauptziel ist die Vermittlung von Begegnungen Betroffener der gleichen Behinderungsform(en), wie dies z. B. im Blinden-, Gehörlosen- oder Rollstuhlsport sowie Sport für geistig Behinderte bereits üblich ist. Zudem möchten das Projekt und der Verein der stigmatisierten Behinderungsform Gliedmaßenverlust im Jugendalter (erworben oder angeboren) zu gesellschaftlichem Bewusstsein und mehr sozialer Akzeptanz verhelfen, und Betroffenen und deren Eltern Selbstvertrauen vermitteln. Forschungen beweisen, dass hier in Europa im Vergleich zu Nordamerika noch erheblicher Nachholbedarf besteht.
Autor: Carolin Breuren
Web: http://www.invafit21.com
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